30.000 Euro für die Kinder von Tschernobyl


Kinder aus Tschwernobyl in Ostfriesland bei ihrem Sommer

29 Jahre nach der Katastrophe steht Tschernobyl noch immer für die größte Katastrophe in der Geschichte der Kernenergie-Nutzung: In dem ukrainischen Atomkraftwerk kam es am 26. April 1986 zur Kernschmelze. Der Reaktor Block 4 explotierte und radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. 

Die Region ist bis heute heute unbewohnbar, Menschen und Natur  kämpfen bis heute mit den Spätfolgen. Auch außerhalb der 30-Kilometer- Zone gibt es fleckenhaft verteilt stark belastete Gebiete. Sie liegen bis zu 180 km vom Unfallort entfernt. In Russland, Weißrussland und der Ukraine leben heute rund 5,8 Millionen Menschen in radioaktiv belasteten Regionen. Etwa 70 Prozent des radioaktiven Niederschlags gingen auf dem Gebiet des heutigen Weißrusslands nieder.

Aber das ist nicht alles: Viele Kinder in Weißrussland kämpfen heute noch gegen den Tod. Ihre ausweglose Situation nimmt Ihnen den Lebenswillen und schwächt ihre psychische Verfassung. Der Verein „Die Kinder von Tschernobyl, Dornum und Umgebung e.V.“ schenkt diesen Kindern Hoffnung, indem er ihnen einen Aufenthalt bei Gastfamilien – sozusagen eine Art Erholungsurlaub vom Alltag – in Ostfriesland ermöglicht. Im Sommer dürfen Kinder mit einigen Erwachsenen und einer Dolmetscherin aus Weißrussland ihr Immunsystem in Ostfriesland stärken. Sie werden in dieser Zeit ärztlich versorgt, es werden mit ihnen Ausflüge gemacht und es gibt auch einen Shoppingtag. 

Hilfsgüter für Tschernobyl

Zu Weihnachten gibt es dann jedes Jahr noch einen Hilfsgütertransport mit Lebensmittel, Kleidung , Spielsachen und anderen dringend benötigten Sachen. Dank der Spende der Findelkind-Sozialstiftung mit ihrem ehrenamtlichen Geschäftsführer Maximilian Straßer konnte unsere Vertreterin Elvira Bernauer-Freier zum zweiten Mal den Aufenthalt der Kinder mitgestalten und auch den Einkauf des Hilfsgütertransports zu Weihnachten 2019 – eine weitere wichtige Aktion des Vereins – unterstützen. Ein dritter Schwerpunkt unserer Unterstützung war ein weiterer Transport für ein von Hochwasser betroffenes Gebiet.